Passivrauchen

 Passivrauchen – ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko

Passivrauchen gefährdet die Gesundheit aller Mitmenschen. Wer sich oft in Räumen aufhält, in denen geraucht wird, hat ein erhöhtes Risiko bei Krankheiten und Beschwerden wie Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen. Der Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Lungenkrebs ist nach Auskunft der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wissenschaftlich belegt. Bei Kehlkopfkrebs und Tumoren des Rachenbereichs (Pharynxkarzinome) ist ein Zusammenhang in begrenztem Umfang gleichfalls gezeigt worden, so die Aussage von IARC.

Es gibt, soweit heute bekannt, keinen unteren Grenzwert für eine Konzentration von Tabakrauch in der Luft, die als nicht gesundheitsgefährdend und noch akzeptabel angesehen werden könnte. Verantwortlich sind die vielen unterschiedlichen Substanzen, die beim Verbrennen von Zigaretten entstehen. So können schon kleinste Mengen das Erbmaterial erheblich schädigen und damit Krebs erzeugen.

Passivrauchen ist für jeden gefährlich – egal ob jung oder alt!

Tabakrauch enthält über 4.800 einzelne Stoffe, darunter zahllose Gifte wie Kohlenmonoxid, Formaldehyd und Blausäure. Mehr als 70 Substanzen, die selbst in nur kleinen Mengen Krebs erzeugen können. Nur wenige Sekunden des Passivrauchens reizt die Atemwege und schädigt das Blutgefässsystem. Das Blut verklumpt dabei und die Blutgefässwände werden geschädigt und alle Organe, vor allem der Herzmuskel wird um ein vielfaches weniger gut durchblutet. Langfristig drohen dem Passivraucher Krankheiten wie Asthma, Lungenentzündungen, chronische Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Passivrauchen einige Fakten:

  • Passivrauchen ist immer schädlich. Selbst geringfügiges Passivrauchen ist nicht unbedenklich.
  • Mehr als 35 Millionen Menschen sind zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit dem Tabakrauch ausgesetzt.
  • Junge Menschen leiden sehr oft als Passivraucher, da sie sich oft an Orten aufhalten wo noch immer stark geraucht wird.
  • Passivrauchen kann eine Ursache für plötzlichen Kindstod sein.
  • Passivrauchende Kinder leiden häufiger an Lungenproblemen, Mittelohrentzündungen und schwerem Asthma.
  • Passivrauchen kann Lungenkrebs, chronische Lungenerkrankungen und zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystem führen.
  • Nichtraucherzonen, Lüftungsanlagen und offene Fenster bieten keinen Gesundheitsschutz, wenn im Raum geraucht wurde.
  • Kalter Rauch ist gefährlich.

Forscher des WHO-Kontrollzentrums für Tabakkontrolle und ihre Kooperationspartner gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich

  • 2.150 Passivraucher wegen des Mitrauchens an Herzerkrankungen sterben
  • 700 Menschen einen durch Passivrauchen bedingten Schlaganfall nicht überleben
  • 260 Passivraucher an Lungenkrebs sterben
  • etwa 60 Säuglinge am plötzlichen Kindstod sterben, da sie Passivrauch ausgesetzt sind, oder weil ihre Mutter während der Schwangerschaft geraucht haben.

Tabakrauch schadet jedem, der diesen selbst in kleinen Mengen einatmen muss. Ganz egal, ob der Mensch gesund, oder krank ist. Es ist daher darauf zu achten, dass Raucher nicht in Gegenwart von anderen Menschen rauchen. Besondere Rücksicht ist auf schwangere Frauen, Kinder und ältere Menschen zu nehmen.

Tipps für eine rauchfrei Umgebung

  • Bitten Sie Ihren Partner, Freunde und Kinder nicht mehr in der Wohnung oder im Auto zu rauchen.
  • Halten Sie sich grundsätzlich in rauchfreien Zonen auf.
  • Bitten Sie Raucher in Ihrer Nähe und in der Nähe Ihrer Kinder nicht zu rauchen.

NICOTINE FREE Institut für moderne Raucherentwöhnung in Erding bei München

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